Von Emotionen zu Fakten

2. August 2011 um 09:20 | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

In den letzten Wochen und Tagen ist in den Medien, Leserbriefen und auf on-line Portalen viel zur Euro-Krise geschrieben worden. Es  erstaunt sehr, und das löste diesen Beitrag aus, wie viele Aussagen und Kommentare meist nur emotional  sind.  Es scheint fast, als würden Fakten keine Rolle spielen.

Zum Beispiel: Die EU Staats- und  Regierungschefs können sich nicht auf eine Strategie in Sachen Griechenland einigen   -  es wird nur “gutes”  Geld “schlechtem” nachgeworfen (der Norden finanziert den Süden) – “die” tun das nur, um wieder gewählt zu werden – da sieht man, wie die Bürokratie in Brüssel arbeitet, kein Wunder ist Griechenland bankrott, denn so kann kein Staat Ausgaben machen etc.

Schauen wir uns in der Schweiz ein paar Beispiele an.  Wie lange brauchen wir um

  • die nächste AVH Revision und die Sicherung der Sozialwerke sowie die Anhebung des Rentenalters zu verabschieden;
  • die Allokation der Spitzenmedizin auf wenige Zentren zu fokussieren;
  • die Anzahl der Spitäler wenigstens den Bedürfnissen einer Agglomeration statt eines Kantons zu planen;
  • den öffentlichen und privaten Verkehr für die nächsten zwanzig Jahre zu sanieren;
  • die Raumplanung so zu gestalten, dass wir auch in zwanzig Jahren noch freie Wiesen und Wälder haben;
  • die Agrarpolitik der Moderne anpassen;
  • zugewanderte Personen ( = Menschen) , die bei uns  arbeiten, mithelfen zu integrieren;
  • weitere Freihandelsabkommen schliessen;
  • die Finanzausgleichszahlungen zwischen den Kantonen und innerhalb der Kantone (auch da “gutes” Geld “schlechtem” nachwerfen oder Solidarität zeigen?) zu überdenken;
  • die überbordende Bürokratie in der Schweiz zu stoppen;
  • die “Too big too fail” (= zu gross um bankrott zu gehen) Vorlage zu den beiden Grossbanken sowie den Atomausstieg endgültig zu verabschieden?

Es gibt bei uns in der Schweiz noch viel zu tun – packen wir das an, entscheiden wir aufgrund fundierter Analyse, und versuchen wir die Schweiz als Ganzes im Auge zu haben.

Paul Hofer, Nationalratskandidat FDP.Die Liberalen, BL

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